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Was ist SEO

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Was ist eigentlich SEO im Jahr 2019?

Jeder hat es schon einmal gehört: Suchmaschinenoptimierung, kurz: SEO. Und jeder Betreiber einer Website weiß, dass es wichtig ist, die eigene Seite auf SEO zu optimieren. Aber wie genau funktioniert das eigentlich? Und gelten die Dinge, die wir vor fünf oder 10 Jahren gelernt haben, auch heute noch? Zumindest auf diese letzte Frage gibt es eine Antwort ohne Wenn und Aber: Nein, die Suchmaschinenoptimierung hat sich im Laufe der Zeit grundlegend verändert. Ein guter Grund, auf diese Entwicklungen näher einzugehen.

Inhalt:

  • Kurzübersicht über die Suchmaschinenoptimierung
  • Was machen Suchmaschinen eigentlich genau?
  • SEO und SEA- was ist der Unterschied?
  • Wie lange dauert es, bis SEO wirkt und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?
  • Faktoren beim Ranking: Eins greift ins andere
  • Warum überhaupt Suchmaschinenoptimierung?

Kurzübersicht über die Suchmaschinenoptimierung

SEO steht für „search engine optimization“, was auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung genannt wird. Im Kern geht es darum, bei einer organischen Suche die Sichtbarkeit der Website zu verbessern. Dazu muss man sich die Gunst der Suchmaschine erarbeiten, was im Wesentlichen über die Onpage- und die Offpage-Optimierung erfolgt. Onpage-Optimierung betrifft sämtliche Aktivitäten rund um die Website, Offpage-Optimierung dagegen meint Maßnahmen, die sich außerhalb der Website befinden. Letztere dienen der Steigerung der Relevanz der Website, während durch die Onpage-Optimierung Suchmaschinen der Zugang zur Seite erleichtert werden soll.

SEO lässt sich in drei Teilbereiche gliedern:

  • Inhalt (Content)
  • Verlinkungen (Backlinks)
  • die Informationsarchitektur (Architecture).

Das Dach für SEO bildet entweder die Relevanz oder die Popularität einer Website. Während die Relevanz Auskunft darüber gibt, ob die Inhalte zum Suchbegriff passen oder ob andere relevante Websites ihrerseits auf diese Seite verlinken, ist der Ansatz der Popularität ein anderer. Hier geht es darum, wie beliebt die Website insgesamt ist. Verlinkungen anderer Seiten spielen aber auch hier eine Rolle.

Die hauptsächliche Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung besteht darin, entweder zu bestimmten Keywords oder zu Themen das Ranking zu verbessern. Dazu werden Themen bzw. Keywords so aufbereitet, dass die Seite als wichtig erkannt und die gewünschte Zielgruppe angesprochen wird.

Brisant bei der Suchmaschinenoptimierung ist die richtige Arbeitsweise. Im Internet gibt es unzählige Agenturen, die SEO anbieten, ohne jedoch mit dem entsprechenden Fachwissen ausgestattet zu sein. Durch die häufigen Wechsel, die Google & Co. in ihren Algorithmen mehrmals im Jahr vornehmen, ist die stetige Beschäftigung mit der Thematik SEO unverzichtbar. Werden falsche Maßnahmen ergriffen, besteht die Möglichkeit, dass die betroffene Website entweder abgestraft oder entwertet wird, was sich naturgemäß negativ auf das Ranking auswirkt.

Steigen wir nun aber etwas tiefer in das Thema ein.

Was machen Suchmaschinen eigentlich genau?

Das ist eine sehr interessante Frage, denn manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass beispielsweise nicht mal Google selbst weiß, was Google macht. Und in Anbetracht der Tatsache, dass die Algorithmen mehrmals pro Jahr neu aufgestellt werden, ergibt die Frage, was Suchmaschinen genau machen, erst recht Sinn. Trotzdem kann man eine ziemlich einfache Antwort darauf geben.

Das Internet steckt voller Informationen und Dokumente. Diese sind zum Teil über Backlinks miteinander verbunden. Suchmaschinen machen nun nichts anderes, als das World Wide Web unentwegt zu durchsuchen. Dazu werden sogenannte Crawler verwendet (die auch Spiders oder Bots genannt werden, was schon eine Aussage darüber zulässt, dass es sich hier nicht um Menschen handelt, wenngleich die zuweilen manuell tätig werden).

Im nächsten Schritt wird ein Index aufgebaut, man spricht hier vom Indexing. Dann wird der Index gewissermaßen aufgeräumt oder sortiert, um bei konkreten Suchanfragen zum Ranking zu kommen.

Man macht übrigens keine Werbung, wenn man in Texten wie diesem vornehmlich von Google spricht. Natürlich gibt es eine Menge anderer Suchmaschinen, die durchaus auch ihre Fangemeinden haben. Aber Google ist der Platzhirsch, im Januar 2018 betrug der Marktanteil von Google in Europa sagenhafte (und für manche erschreckende) 92 Prozent. Spricht man also von Google-Optimierung statt von Suchmaschinenoptimierung, spiegelt das die gelebte Wirklichkeit wider.  

SEO und SEA – wo ist der Unterschied?

Das Gegenstück zur Suchmaschinenoptimierung ist die Suchmaschinenwerbung, kurz: SEA. Diese Maßnahme wirkt kurzfristig, allerdings wird sie auch oft fürstlich entlohnt. Fakt ist aber, dass sich der Traffic durch SEA steigern lässt, was zu schnellen und sichtbaren Ergebnissen führt.

Gern wird behauptet, dass SEO die bessere Lösung ist, weil sie ja nichts kostet. Doch erstens müssen auch die Agenturen, die sich für diese Aufgabe beauftragen lassen, leben, sie stellen ihre Leistung also natürlich in Rechnung. Und zweitens darf man – selbst, wenn keine Agentur mit einbezogen wird – den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Google und Co. zeigen oft erst nach Monaten, dass sie die Arbeit in die SEO honorieren.

Was sich festhalten lässt, wenn man SEO und SEA miteinander vergleicht: SEA wirkt zwar kurzfristig, SEO lässt den Traffic aber nach einer Weile bei erfolgreicher Arbeit spürbar deutlicher in die Höhe schnellen.

Zusammenfassung: SEo braucht länger, bis es Wirkung zeigt, doch der lange Atem zahlt sich in Form von höherem Traffic als bei SEA aus.

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Wie bereits erwähnt, ist SEO nichts, was von heute auf morgen funktionieren kann. Wie lange man braucht, um spürbare Erfolge zu erreichen, hängt unter anderem davon ab, wie lange es die eigene Website bereits gibt. Websites, die neu sind und noch keine Historie und kein Linkprofil haben, werden im Schnitt 9 bis 12 Monate arbeiten müssen, bis sich erste Ergebnisse zeigen, also etwa der Traffic zunimmt. Bei etablierten Seiten reichen meist drei bis fünf Monate aus, um besser zu ranken. Bestehende Seiten haben auch Vorteile bei der Onpage-Optimierung. Neue Seiten punkten aber häufig, wenn erste Backlinks generiert werden können. Ist das der Fall, werden zuweilen deutliche Sprünge beim Ranking erzielt.

Was nötig ist, um zielgerichtete SEO zu betreiben, lässt sich wie folgt erklären:

SEO-Maßnahmen

  • Websiteanalyse
  • Konkurrenzbetrachtung
  • Keywordanalyse und -recherche
  • Zusammenarbeit mit dem Webmaster sicherstellen
  • Analyse des notwendigen Contents

SEO-Gestaltung

  • Onpage-Aktivitäten
  • Content produzieren und publizieren
  • Backlinks aufbauen

SEO-Perspektive

  • Immer weitermachen! SEO ist kein in sich abgeschlossener, sondern ein ständig laufender Prozess

Im weitesten Sinne gehören natürlich auch Maßnahmen wie der Einsatz von Google Adwords, interne Verlinkungen, Content Marketing, und die Arbeit in sozialen Netzwerken zur Suchmaschinenoptimierung. Eine gute SEO-Strategie bezieht beispielsweise die Meta Description ebenso mit ein, wie das Verfolgen von Google Analytics oder Online Marketing, also etwa Videos, Fotos oder Audios. Alles, was hilft, zu besseren organischen Suchergebnissen zu gelangen, kann also als SEO bezeichnet werden.

Zusammenfassung: Suchmaschinenoptimierung endet nie. Doch wer am Ball bleibt, kann seine Website erheblich nach vorne bringen.

Faktoren beim Ranking: Eins greift ins andere

Wie bereits oben in der kurzen Einführung erläutert, bestimmen unterschiedliche Faktoren über den Erfolg oder Misserfolg der SEO-Maßnahmen. Wir erinnern uns:

  • Relevanz bedeutet: Wie relevant ist eine Website, wenn es um bestimmte Begriffe, also Keywords geht?
  • Popularität bedeutet: Wie wichtig erscheint eine Website in Relation zu anderen Websites, die thematisch ähnlich aufgestellt sind?

Fast schon eine Art historischen Kultcharakter hat der sogenannte PageRank-Algorithmus von Google. Dieser dient der Bewertung von Websites. Doch er ist nicht der einzige Faktor, nach dem Google bewertet und rankt. Was genau hinter den Google-Ranking-Faktoren steckt, ist jedoch ein wohlgehütetes Geheimnis. Je nachdem, wen man anspricht, bekommt man auf die Frage, wie viele Ranking-Faktoren Google verwendet, Zahlen von bis zu 200 genannt. Google selbst hat das weder bestätigt noch dementiert, man könnte fast vermuten, dass sich der Suchmaschinenriese einen PR-Gag daraus macht, derlei Gerüchte und Vermutungen nicht zu kommentieren.

Widmen wir uns nun den Onpage- und den Offpage-Faktoren:

Onpage-Faktoren

Content

  • Vollständigkeit: Hier steht die Frage im Vordergrund, ob die Inhalte der Seite alle Themen und Bedürfnisse der Nutzer abdecken.
  • Präzision: Werden korrekte Fakten und Zahlen verwendet?
  • Relevanz: Die schönste Website wird nicht gut ranken können, wenn die Themenrelevanz für den Nutzer fehlt.
  • Aktualität: Gute Pflege, Herr Doktor! Gemeint ist der Anspruch, dass eine Website aktuell ist und keine veralteten bzw. überholten Inhalte bietet.  
  • Lesbarkeit: Früher einmal, vor langer, langer Zeit reichte es aus, Websites mit bestimmten Keywords zu füllen, bis nichts mehr geht. Solch eine Praxis akzeptiert Google aber schon lange nicht mehr. Die gute Lesbarkeit eines Textes ist also von herausragender Bedeutung.  

HTML

  • HTML-Überschriften: Diese müssen die Struktur widerspiegeln und relevante Keywords enthalten.
  • Strukturierte Daten: Gefordert ist die Auslieferung von zusätzlichen Informationen als Schema Markup.
  • Title Tag: Dieser muss relevante Keywords enthalten, die dem Seiteninhalt entsprechen.
  • Meta Description: Dito.  

Architektur

  • HTTPS: Auch schon vor der Einführung der Datenschutzgrundverordnung galt, dass eine Seite eine sichere Verbindung braucht, um gut gerankt zu werden.
  • Mobile Geräte: Für Google und Co. ist es inzwischen außerordentlich wichtig, dass die Anzeige von Websites auch auf mobilen Geräten störungsfrei verläuft.
  • Ladezeiten: Lädt die Seite schnell? Wenn nicht, kann das unter Umständen dazu führen, dass sie weiter nach unten rutscht.
  • Crawlbarkeit: Eine gute Website muss für Suchmaschinen leicht zugänglich sein.
  • Cloaking: Suchmaschinen und Nutzern sollten die gleichn Inhalte präsentiert werden.
  • URL: Die verwendeten URLs sollten erstens aussagekräftig sein und zweitens relevante Keywords enthalten.
  • Subdomains: Stehen für die Website verschiedene Subdomains zur Verfügung?
  • Doppelter Content: Doppelter Content ist nach wie vor eine der Todsünden bei der Suchmaschinenoptimierung.   

Womit wir zu den Offpage-Faktoren kommen:

Offpage-Faktoren

Nutzersignale

  • Aufenthaltsort: In welchem Land und an welchem Ort befinden sich die Nutzer?
  • Suchverhalten: Wie sah die Nutzung des Users bisher aus?
  • Verweildauer auf der Website: Hält sich der Nutzer längere Zeit auf der Website auf oder springt er schnell wieder ab (Absprungrate)?
  • Klickrate: Werden durch die Nutzer die Suchergebnisse oft angeklickt?
  • Pogo-Staging: Reichen Nutzern die erzielten Suchergebnisse aus oder begeben sie sich woanders erneut und mit dem gleichen Begriff  auf die Suche?

Backlinks

  • Qualität: Anzustreben sind Backlinks von anderen Websites, die angesehen sind, vertrauenswürdig und die hochwertigen Content bieten.
  • Ankertext: Verlinkungen müssen über einen beschreibenden Ankertext verfügen.
  • Position: Von wo aus wird verlinkt? Vom primären Content oder z. B. aus dem Footer heraus?
  • Popularität der Domain: Gibt es Domains, die auf die eigene Website verlinken, und wie viele sind es?
  • Backlink-Entwicklung: Wünschens- und erstrebenswert sind regelmäßige Verlinkungen durch andere Seiten. Beachtenswert ist auch der Trend bei den Backlinks.
  • Spam: Unbedingt vermeiden sollte man automatisierte Backlinks von Foren, Blogs oder Netzwerken. Google erkennt diese sehr schnell als Spam.

Vertrauen

  • Auszeichnungen: Gut für jede Website sind Trust Agents, Zertifikate oder Siegel. Sie erhöhen das Vertrauen von Besuchern.
  • Suchen nach Marken: Es spricht für eine Website, wenn Nutzer speziell nach dem Markennamen suchen.
  • Geschichte: Websites, die schon länger online sind, haben bessere Chancen, gut zu ranken.
  • Reputation: Gut für das Ranking ist eine gute Reputation, also etwa ein guter Ruf in Foren oder positive Bewertungen auf entsprechenden Plattformen.
  • Werbung: Steht auf einer Website der Werbeeffekt im Vordergrund, kann sich das negativ auswirken. Im Vordergrund sollte immer die Zufriedenheit des Nutzers sein.


Zusammenfassung:
SEO ist nichts, was man im Vorbeigehen erledigen könnte. Jeder Aspekt der Onpage- und Offpage-Optimierung ist bedeutsam für die daraus erzielten Ergebnisse.

Warum überhaupt Suchmaschinenoptimierung?

Diese Frage beinahe am Ende des Textes mag ein wenig merkwürdig anmuten, aber sie ist durchaus legitim, denn sie sagt auch etwas über das Nutzerverhalten aus. Und wer das kennt, ist einen großen Schritt weiter bei der Suchmaschinenoptimierung.

In erste Linie soll durch SEO mehr qualifizierter Traffic erzielt werden. Verbessert werden sollen die organischen, die redaktionellen und die natürlichen Suchergebnisse.

Die Bedeutung der passenden Keywords kann gar nicht oft genug wiederholt werden. Nur wenn sie zum Unternehmen bzw. der Website thematisch passen und der Content so ausgerichtet ist, dass er zum Suchverhalten der Nutzer passt, kann SEO erfolgreich sein.

Suchmaschinenoptimierung ist also keine Zauberei, sondern eher ein Handwerk, das mit den richtigen Tools und/oder Partnern maßgeblich zum Erfolg der eigenen Website beitragen kann.

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