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SEO-Texte schreiben lernen

https://www.evergreenmedia.at/ratgeber/seo-texte-schreiben/

 

Wie schreibt man eigentlich SEO-Texte? Einfach drauflosschreiben? Oder doch lieber penibel genau auf die Textlänge, die Keywords und die Einzigartigkeit achten? Ist eine Keyword-Recherche Anleitung nötig oder reicht die spontane Kreativität eines klugen Kopfes aus?

 

Fragen über Fragen, und die Antwort auf alle könnte lauten: Ja! Da das aber keinerlei Klarheit verschafft, verkneifen wir uns diese allumfassende Antwort und gehen besser auf die Details ein.

 

Inhalt:

 

    • Was ist eigentlich ein SEO-Text?
    • Das Märchen von sich ständig wiederholenden einzelnen Keywords
    • Was einen guten SEO-Text ausmacht
    • Auf die Länge kommt es (nicht) an
    • Fünf Tipps, um einen guten SEO-Text zu schreiben
    • Tipp 1: Die erste Orientierung
    • Tipp 2: Die Verfeinerung
    • Tipp 3: Die Struktur des Textes  
    • Tipp 4: Das Schreiben des Textes    
    • Tipp 5: Die Nacharbeit  

  • Bereit für den eigenen SEO-Text?

 

 

Was ist eigentlich ein SEO-Text?

Statt jetzt noch mehr und mehr Fragen zu stellen, ohne zunächst eine Antwort darauf zu geben, kommt hier eine, die sich gewaschen hat: SEO-Texte sind Texte, die dafür sorgen, dass Sie besser ranken.

Damit ist der wichtigste Punkt genannt, denn das ist doch schließlich der Plan: mit Texten in den Suchmaschinen ganz nach vorne kommen. Aber wenn das alle so machen würden, wären alle auf Platz 1 von Google. Da das erstens nicht möglich ist und zweitens nicht der Realität entspricht, muss also noch mehr dahinterstecken.

Und damit sind wir erneut bei der Keyword-Recherche Anleitung, die wir oben bereits erwähnt haben. Aber bevor wir ins Detail gehen, müssen wir dringend etwas über die wichtigen Keywords loswerden. Denn die können Fluch oder Segen sein, je nachdem, was man mit ihnen anstellt.

Das Märchen von sich ständig wiederholenden einzelnen Keywords

Es gab Zeiten, sie liegen lange zurück und verblassen vor unserer Erinnerung, da war es schick und erfolgversprechend, die recherchierten Keywords beinahe bis zur Auflösung zu verwenden. Ein Kredit ist ein Kredit ist ein Kredit ist ein … Desaster!

Leider hat sich diese Vorgehensweise bis heute hier und da gehalten. Das überrascht, denn die übertriebene Verwendung bestimmter Keywords wird schon lange nicht mehr belohnt, sondern bestraft.

Schließlich lernen auch die Suchmaschinen dazu, und Google hat irgendwann erkannt, dass die inflationäre Verwendung von Schlüsselbegriffen erstens den Informationsgehalt eines Textes drastisch herunterschreibt, und zweitens die Lesbarkeit eines Textes auf diese Weise faktisch unmöglich wird.

Doch Suchmaschinenoptimierung hin oder her – auch Google hat begriffen, dass ein Text Mehrwert braucht und für Menschen gut lesbar sein muss. Es ist also schon lange die Zeit gekommen, sich von dummen und aufdringlichen “Keywordschleudern” zu verabschieden.

Zusammenfassung: Der inflationäre Gebrauch von Keywords ist als SEO Strategie längst überholt und sogar schädlich.

Was einen guten SEO-Text ausmacht

Früher, in diesen Zeiten, die so weit zurückliegen, war das Motto klar: Verwende Keywords, bis der Arzt kommt und blähe Texte auf, sodass sie niemals kürzer sind als 1.500 oder 2.000 Wörter.

Diese Praxis birgt jedoch ein Problem in sich (die Unlesbarkeit aufgrund zu hoher Keyworddichte haben wir ja bereits erwähnt): Nicht zu jedem Thema lassen sich Texte verfassen, die diese Länge rechtfertigen.

Die Konsequenz ist denkbar einfach, ein Text, der inhaltlich nicht genug bietet, wird künstlich in die Länge gezogen.

Wichtiger für einen guten SEO-Text sind folgende Aspekte:

Relevanz

Zur Relevanz gehören natürlich korrekte Angaben, Fakten und (eventuell) Zahlen. Auch sollte der Text aktuell sein und sich nicht auf Informationen beziehen, die veraltet sind.

Vertrauen

Je hochwertiger ein Text ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er sich “einen Namen” macht, also Backlinks anderer Seiten erzeugt, die vom Gehalt des Textes überzeugt sind. Wer Vertrauen erzeugt, bekommt schneller den Expertenstatus. Das ist gut für’s Ranking.

Fehlerfreiheit

Konsequente Kleinschreibung, der Verzicht auf Satzzeichen und Flüchtigkeitsfehler hier oder da – das mag auf Facebook funktionieren, einen guten SEO-Text bekommt man so aber nicht hin. Dabei geht es weniger um die Suchmaschinenoptimierung, sondern vielmehr um das Gefühl, das die Leser eines Textes entwickeln.

Zusammenfassung: Nicht jeder Text muss für den Pulitzer-Preis geeignet sein, aber ein paar grundsätzliche Regeln sollten schon gelten, die genannten gehören klar dazu.

Auf die Länge kommt es (nicht) an

Widmen wir uns noch einmal Schritt für Schritt der Länge des Textes. Und beginnen wir mit einem einfachen Beispiel. Angenommen, wir suchen Informationen über das Wetter in Hamburg.

Die Keyword-Vorschläge würden hier naheliegenderweise “Hamburg” und “Wetter” lauten. Die Vorstellung, über das Wetter in Hamburg einen Text mit 2.000 Wörtern zu verfassen, klingt nicht nur befremdlich, sie ist es auch.

Es sei denn, jemand sucht eine historische Abhandlung über die Entwicklung des Hamburger Wetters der letzten 250 Jahre. Daraus könnte man nach einer eingehenden Keyword-Analyse durchaus etwas machen.

Kurzum: Die Länge eines Textes ist nicht in Stein gemeißelt, auch wenn vielfach so getan wird, als sei es so. Als Faustregel könnte man es so formulieren:

  • Ein Text muss so lang sein, dass er alle notwendigen Informationen enthält. Nicht länger, nicht kürzer.

Wenn alle Informationen enthalten sind und der SEO-Text so gestaltet ist, dass sich dem Leser erschließt, warum er ihn lesen sollte, sind auch lange Texte übrigens kein Hindernis.

Oft wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Menschen vor langen Texten zurückschrecken. Doch dem ist nicht so. Wer sich umfassend zu einem Thema informieren will, der wird im Zweifel lieber einen längeren Text lesen, als zwischen unterschiedlichen kürzeren Texten hin und her zu springen. Das ist letztlich auch eine Frage des Komforts.

Zusammenfassung: Lange Texte sind wichtig. Aber nur, wenn das Thema es auch hergibt.

Fünf Tipps, um einen guten SEO-Text zu schreiben

Wenn es den einzig wahren, perfekten SEO-Text gäbe, würden ihn alle schreiben. Und alle wären auf Seite 1. Da das – wie gesagt – nicht möglich ist, muss man sich “durchbeißen”. Dafür hilft die richtige Struktur, eine gezielte Herangehensweise, die möglichst viele Faktoren berücksichtigt.

Doch eines muss klar sein: Die besten passenden Keywords, die optimale Keyword-Gruppe, das relevanteste Keyword sind immer nur so gut, wie der Text dahinter. Und der muss geschrieben werden. Nach den Keyword-Ideen folgen also Text-Ideen, nur so wird ein Schuh draus.

Tipp 1: Die erste Orientierung

Die beste Orientierung ist die an dem, was es bereits gibt. Daher liegt es nahe, das eigene wichtigste Keyword einfach mal in die Suchmaschine einzugeben. Dank der automatisch erzeugten Angebote von Google kann man sich so schnell einen ersten Überblick verschaffen. So lassen sich auch untergeordnete Keywords leicht finden.

Für Keywords mit besonderer Bedeutung zeigt Google seit einiger Zeit häufig gestellte Fragen an. Auch diese geben interessante Einblicke in das Suchverhalten von Nutzern.

Die erste Orientierung dient übrigens auch dazu, sich ein Bild darüber zu machen, wie umkämpft bestimmte Schlüsselbegriffe sind. Es ist einfacher, ein Fitness-Studio in einem 1.000-Seelen-Dorf bekannt zu machen als Immobilienfinanzierungen nach vorn in die Suchmaschinen zu bringen.

Das “Fitness-Studio” in “Kleckershausen” ist durch lokale Suchmaschinenoptimierung leichter zu pushen, die Konkurrenz ist schlicht kleiner. Eine bundesweit angebotene Immobilienfinanzierung dagegen ist ein “Haifischbecken”, in dem sich zahlreiche Anbieter tummeln. Suchmaschinenoptimierung ist in beiden Fällen möglich, der Aufwand ist aber im zweiten Fall erheblich aufwändiger.

Durch die erste Orientierung kann man sich in jedem Fall einen Gesamtüberblick verschaffen, auch was Fragen wie Subthemen, Textinhalte oder die Verwendung von Videos, Bildern und Audios betrifft.

Tipp 2: Die Verfeinerung   

Die Verfeinerung der Keywords oder auch der Keyword-Kombinationen ist höchst bedeutsam. Denn zuweilen werden die gleichen Keywords für unterschiedliche Themen verwendet.

Nehmen wir beispielsweise die “Bank”. Dabei kann es sich um die Sitzgelegenheit oder das Finanzinstitut handeln. Beide können unter Umständen ein hohes Suchvolumen haben, aber in völlig verschiedenen Richtungen.

Der Begriff “Bank” diente allerdings nur der Verdeutlichung der Aufgabenstellung, bei der Auswahl der Keywords genau zu sein. Kommen wir zurück zu unserem Fitness-Studio in Kleckershausen.

Die Autovervollständigung von Google ist schon mal nicht schlecht, aber für den tieferen Einstieg sind entsprechende Tools hilfreich, die auch Informationen über Suchanfragen pro Monat oder Daten zum Suchvolumen ausspucken. Diese können zum Beispiel Auskunft über konkrete Suchen von Nutzern geben:

Fitness-Studio Kleckershausen

Fitness-Studio Kleckershausen Jobs

Fitness-Studio Kleckershausen Preise

Fitness-Studio Kleckershausen Monatsabo

Fitness-Studio Kleckershausen Geräte

Fitness-Studio Kleckershausen Öffnungszeiten

Wir sehen also, dass sich Nutzer in unserem kleinen Beispiel für die Preise interessieren, andere sehen den Suchbegriff eher als Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren. Aus diesen Keywords ließe sich ein guter SEO-Text machen, der alle Interessen, die hier zu finden sind, gleichermaßen berücksichtigt.

Steigen wir jetzt noch tiefer in die Suche ein. Dazu hilft folgender Eintrag in das Suchfeld von Google:

Inurl:forum + fitness

Danach Enter drücken und schon sehen wir Foren, die sich um Fitness drehen. Dort lassen sich oft interessante zusätzliche Informationen finden, die bei der Gestaltung des eigenen Textes wertvoll sein können.

Tipp 3: Die Struktur des Textes  

Wir nähern uns der Texterstellung. Doch noch ist es nicht ganz so weit, denn nun braucht es eine Struktur. Gerade bei längeren SEO-Texten ist ein Inhaltsverzeichnis ratsam. Was wiederum bedeutet, dass Zwischenüberschriften wichtig sind. Sie geben dem Text Struktur und verschaffen dem Leser eine Übersicht.

Das hat übrigens auch einen ganz praktischen Nutzen (und wir haben ja festgestellt, dass der im Vordergrund stehen soll): Leser, die sich nur für ausgewählte Themen innerhalb des Textes interessieren, können anhand der Zwischenüberschriften direkt zu der Stelle scrollen, die sie lesen wollen.

Noch besser sind interne Verlinkungen, wenn sich also ein Leser dieses Textes hier speziell für die fünf Tipps interessiert, klickt er im Inhaltsverzeichnis einfach auf die Überschrift “Fünf Tipps” und landet sofort genau dort.

Was noch wichtig ist:

  • Das Keyword muss vorne stehen: Für die Leser, aber auch für die Suchmaschinen ist es wichtig, das Hauptkeyword zu Beginn des Textes zu finden. Das schließt die Überschrift mit ein, wenngleich sie nicht künstlich oder hölzern klingen sollte. Die Kunst besteht darin, das Hauptkeyword in die Überschrift einzubauen, ohne den Lesefluss zu stören oder dazu beizutragen, dass der Leser sich entnervt gleich wieder abwendet.
  • Aufzählungen helfen: Nicht bei jedem Text sind Aufzählungen sinnvoll. Wenn sich aber Auflistungen anbieten, sollten sie auch verwendet werden.
  • Bitte keine Superlativen oder Skandalisierungen: “Skandal im Fitness-Studio” oder “Unglaublich, was Sie in diesem Fitness-Studio erleben müssen” – das mögen Headlines sein, die in sozialen Medien oder Klatschblättern funktionieren. Für einen SEO-Text sind sie dagegen eher ungeeignet, geht es doch auch darum, Seriosität auszustrahlen.

Tipp 4: Das Schreiben des Textes  

Stifte in die Hand, es geht los! Allerdings geht es auch hier nicht ohne ein paar weiterführende Tipps.

Es beginnt mit dem Schreibstil. Der ist naturgemäß bei jedem anders, und so soll es auch sein. Trotzdem muss im Vordergrund stehen, das beschriebene Thema so abzudecken, dass die Zielgruppe sich angesprochen fühlt.

Etwas mehr Einschränkungen gibt es, wenn der Text für einen Kunden verfasst werden soll. Dort gilt es, sich an das Briefing zu halten, das der Kunde vorschreibt. Generell aber helfen folgende Hinweise, einen guten SEO-Text zu verfassen:

  • Präzise Formulierungen: Zur präzisen Formulierung gehören nicht nur verständliche Sätze, sondern auch leicht zu lesende Worte. Schachtelsätze oder die Verwendung von übermäßig vielen Fremdwörtern stören den Lesefluss und das Verständnis für den Text. Das spricht aber nicht dagegen, den eigenen Schreibstil zu verwenden, denn auch der kann dazu beitragen, dem Text eine individuelle Note zu verleihen.
  • Absatzlänge: Absätze sollten möglichst nicht länger als drei Zeilen sein. Allerdings geht die “SEO-Welt” nicht unter, wenn es auch mal vier oder fünf Zeilen sind. Zwischen den einzelnen Absätzen sollte in jedem Fall eine weiße Leerzeile sein.
  • Textblöcke auflockern: Texte – besonders, wenn sie länger sind – lassen sich nicht nur mit Aufzählungen auflockern, sondern auch mit Bildern, Grafiken oder Bullet Points.  

Noch ein Hinweis zum Hauptkeyword: Es sollte innerhalb der ersten rund 100 Wörter des Textes verwendet werden, und am Schluss sollte es erneut genannt werden. Bei der Nennung ist bedeutsam, dass es wie ein natürliches Element des Textes wirkt, nicht wie zwanghaft eingeschoben.

Tipp 5: Die Nacharbeit  

Endlich! Der Text ist fertig. Aber damit ist die Arbeit nicht beendet, denn jetzt geht es um die Korrekturen. Wie genau das am besten gemacht wird, kann man nicht allgemeingültig beschreiben. Die einen empfehlen, einen Text erst ein paar Tage liegen zu lassen, bevor man ihn überprüft. Andere sehen diese Notwendigkeit nicht.

Einige Dinge sollten aber bei jedem Text vorgenommen werden:

  1. Passagen, die zu lang sind, müssen weg. Weiter oben schrieben wir über den Fehler von Schachtelsätzen oder den Einsatz von übermäßig vielen Fremdwörtern.
  2. Über die Tastenkombination “Strg + F” lassen sich wiederholte Wörter finden. Allzu häufige Wörter sollten durch Synonyme ersetzt werden.
  3. Füllwörter sollten entfernt werden.
  4. Der Text muss auf Fehler hin erneut komplett gelesen werden.

Was die letzten beiden Punkte angeht, muss man ein wenig differenzieren. Sicher kann man gnadenlos sämtliche Füllwörter aus einem Text entfernen. Doch dann stellt sich die Frage, ob der eigene Stil noch erkennbar ist. Zudem sind Füllwörter kein Problem, solange die Lesbarkeit gegeben ist.

Das Korrekturlesen lässt sich gut gestalten, wenn man zwei verschiedene Rechtschreibprüfungen durchführt. Was die eine nicht erkennt, sieht dafür womöglich die andere.

Hilfreich ist auch die Vorlesefunktion, die Word anbietet. Sich den fertigen Text zum Schluss noch einmal vorlesen zu lassen, führt häufig ebenfalls zum Aufspüren weiterer, kleinerer Fehler.

Bereit für den eigenen SEO-Text?

Das war eine Menge Input, oder? Aber eine Keyword-Recherche-Anleitung ist nun einmal kein Kindergeburtstag, das dürfte dieser Text verdeutlicht haben.

Trotzdem ist es auch kein Ding der Unmöglichkeit, gute SEO-Texte zu schreiben. Es kommt auf die Vorbereitung an und darauf, die Faktoren zu berücksichtigen, die für die Leser und für die Suchmaschinen wichtig sind.

Und wenn alle Stränge reißen, kann man sich schließlich auch Hilfe holen.  

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